2024 – ein Jahr zum Anlauf nehmen


Für das Jahr 2024 waren in Läuferischen Bereich vorrangig kleine Events eingeplant und sollte sich dazu etwas Größeres dazu gesellen, freue ich mich sehr. Doch es wurde mein schwächstes Laufjahr seit 2018. Trotz nur kleinerer Ziele war es nicht geplant so kleine Brötchen zu backen. Nun wie kam es dazu? War es vorhersehbar? Und was ist dennoch gelungen?

Start ins Jahr

Fangen wir vorne an. Im Januar steht traditionell der Ratinger Neujahrslauf auf dem Plan, welchen ich auch mit Zufriedenheit ohne großartige Zeiten absolvieren konnte.

Neujahrslauf Ratingen 07.01.2024

Wie nicht anders zu erwarten sind kühle Temperaturen im Januar auch hier ein Thema. Der Wind war bei etwa 0°C besonders eisig. Jeweils 5 und 10 Kilometer zu laufen war jedoch ein flottes Vergnügen. Die addierte Gesamtzeit lag bei 59:17.

Der lange Weg bergab – I

So schnell wie das Jahr begann, ging auch die Misere los. Mit einer leichten Erkältung im Anschluss an den Neujahrslauf war zunächst eingeschränkter Trainingsbetrieb die Folge. Die Genesung war nur von kurzer Dauer da mich zwei Wochen später ein Infekt lahmlegte, in einer zuvor ungekannten Art und Weise. Nach etwa zehn Tagen waren die herkömmlichen Symptome überkommen, doch das leichte Pfeifen in der Lunge war mehrere Monate später zuverlässig weg. Also noch mehr Pause.

Im April konnte ich wieder regulär trainieren mit dem Ziel im Mai und Juni einige Laufevents wahrzunehmen. Die Pause hat vor allem dazu geführt, dass die Ambitionen bei den Läufen vor allem auf der Spaßseite lagen und Zeiten nachrangig von mir betrachtet wurden. Im Rückblick wie auch während der Events auch ein tolles Gefühl. Es muss nicht immer eine Bestzeit sein oder ich selbst an meine Grenzen gehen. Der Spaß blieb und bleibt erhalten.

Der lange Weg bergab – II

In meiner Vergangenheit von freudigen Momenten auf dem Fußballplatz geprägt, geschah es an einem Mittwochabend in der Soccerhalle. Zack 💥 Muskelfaserriss! Die linke Wade hat es erwischt. Zunächst ging ich von einer Zerrung aus, aber der Heilungsverlauf erzählte eine andere Geschichte. Nichts desto trotz ließ ich mich nicht von meinen Laufvorhaben abbringen. Ein 5 Km Lauf und ein Halbmarathon in Leverkusen nach 2 bzw. 3 Wochen sollte es noch sein. Das waren körperliche Grenzerfahrungen. Trotz Schmerzen in der Wade und einer zunehmenden kompensatorischen Überbelastung im gegenüberliegenden Oberschenkel sprangen erstaunlich gute Zeiten dabei heraus.

Jedoch half es der Genesung, wie zu erwarten war, nicht wirklich. Nun hieß es pausieren um 5 Wochen nach der Verletzung wieder auf dem Fußballplatz zu stehen. In dem Wissen noch nicht wieder vollständig regeneriert zu sein ging ich dieses Wagnis ein. Ausgestattet mit einer Champions League würdigen Apotheke schickte ich mich an die Reise nach Basel und damit das Weltmeisterschaftsturnier meines Arbeitgebers zu bestreiten. Wie das verlief erfahrt ihr in Part III

Der lange Weg bergab – III

Die ersten Test auf dem Bolzplatz nebenan habe ich schon im gelben Bereich absolviert. Ein paar schnelle Läufe und Übungen am Ball machten Lust auf mehr, doch ließen meine Vorfreude auf ein fantastisches Turnier etwas schrumpfen. In Basel angekommen spürte ich die Aufregung und war doch mit Sorge, ob meiner physischen Leistungsfähigkeit unterwegs.

Das Turnier begann. Die ersten zwei Spiele haben wir überraschend deutlich gewonnen und mit meiner Form der aktiven Belastungssteuerung konnte ich mit meiner angeschlagenen Wade hinreichend effektiv sein.

Dann kam Spiel 3. Arthur le Perroquet oder einer seiner Freunde würde jetzt sagen „Boum! C’est le choc!“ oder so ähnlich. Kurz vor Spielschluss passierte es. Der nächste Muskelfaserriss. Diesmal auf der anderen, der rechten Seite. Damit fand das Turnier ein jähes Ende. Unter Tränen humpelte ich vom Platz und ließ mich bei Regen am Spielfeldrand nieder. Damit einhergehend wuchs die Gewissheit in mir, dass ich meinem Körper zu viel zugemutet hatte und eine noch längere Pause ansteht.

Hiermit habe ich für mich auch das Agreement getroffen nun so lange zu pausieren, bis ich wieder vollständig hergestellt bin. Die Zeit verging und nach etwa 8 Wochen fühlte ich mich sicher genug wieder in Bewegung zu kommen. Unmittelbar danach stand eine OP am Handgelenk an. Somit gab es wieder eine Zwangspause von 2 Wochen.

Ende der Verletzungszeit
Neu erfinden

Mit den überstandenen und überkommenen Verletzungen und Erkrankungen folgte die Neuaufstellung für die kommenden Aufgaben und die Integration der Trainingsaktivität in den inzwischen völlig durcheinander gewürfelten Alltag ohne Laufroutinen. Dieses Jahr hat mich gelehrt, dass Anlauf nehmen auch bedeuten kann Rückschritte in Kauf zu nehmen. Doch war ich während all dieser Zeit entspannt genug um mir keinen Kopf zu machen. Mein Körper meldete, wenn ihm etwas nicht passte und hat manche Dinge mit einem Ausrufezeichen versehen. Das kommende Jahr 2025 wird ein Besonderes, worauf ich mich schon sehr freue. Wir dürfen gespannt sein. Die Anmeldung für den Transeuropalauf ist unmittelbar im Blick. Mehr hier in Kürze…

,

Hinterlasse einen Kommentar