Was ist der Transeuropalauf


Ein Ausdauerevent der besonderen Art – und mein Weg mittendrin

Stell dir vor, du stehst morgens auf und läufst los. Tag für Tag. Über Grenzen hinweg. Durch Städte, Felder, Berge. Für insgesamt 2.348 Kilometer. 41 Tage. Acht Länder. Das ist der Transeuropalauf 2025 – ein Ultralauf quer durch Europa. Und ich werde dabei sein.

Was dieses Event so besonders macht und warum es kein gewöhnlicher Wettkampf ist, erfährst du hier.

Die Strecke: Von Flensburg nach San Marino

Der Startschuss fällt am 3. August 2025 im hohen Norden Deutschlands – in Flensburg. Von dort geht es Etappe für Etappe weiter Richtung Süden:
Durch Deutschland, die Niederlande, Belgien, Luxemburg, Frankreich, Österreich, Italien und schließlich ins kleine, wunderschöne San Marino, wo wir am 12. September 2025 nach 2.357 Kilometern ankommen werden.

Die 41 Tagesetappen liegen zwischen ca. 45 und 70 Kilometern – das bedeutet: jeden Tag ein Ultramarathon. Und das über sechs Wochen hinweg.

Die Gesamtroute vom Transeuropalauf

Wer läuft so etwas?

Der Transeuropalauf ist nichts für Profiläufer mit persönlichem Betreuerteam. Es sind Menschen aus ganz Europa (und darüber hinaus), die sich aus eigener Motivation heraus dieser Herausforderung stellen. Viele von ihnen sind erfahrene Ultraläufer:innen, andere – wie ich – bringen Erfahrungen aus Etappenläufen oder Marathons mit.

Was uns verbindet?
Der Wille, weiterzugehen und nie stillzustehen, egal wie herausfordernd der Weg auch sein mag. Das Bedürfnis, unsere Komfortzone nicht nur zu verlassen, sondern hinter uns zu lassen, um uns den unendlichen Möglichkeiten des Lebens zu öffnen. Und der Reiz, eine Erfahrung zu machen, die größer ist als man selbst, die uns verändert und wachsen lässt, während wir neue Perspektiven entdecken und unvergessliche Erinnerungen schaffen, die unser Leben bereichern.

Organisation trifft Abenteuer

Der Lauf wird von einem erfahrenen Team organisiert, das uns täglich mit Verpflegung, medizinischer Betreuung und Streckenplanung unterstützt. Dieses engagierte Team hat nicht nur eine sorgfältige Logistik geplant, sondern auch dafür gesorgt, dass wir während der gesamten Veranstaltung gut versorgt sind. Es gibt regelmäßige Verpflegungsstationen, an denen wir uns stärken können, sowie medizinische Unterstützung, die im Falle von Verletzungen oder gesundheitlichen Problemen schnell zur Stelle ist. Die Streckenplanung ist so gestaltet, dass sie sowohl herausfordernde als auch szenisch reizvolle Abschnitte umfasst, die das Erlebnis bereichern.

Zudem gibt es einen Gepäcktransport, der es uns ermöglicht, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren, ohne uns um unsere persönlichen Gegenstände kümmern zu müssen. Die Infrastruktur ist solide und sorgt dafür, dass wir uns auch außerhalb der Wettkampfstunden wohlfühlen können. Allerdings ist zu beachten, dass es keine große Medienbühne, keine Werbeblöcke und keine Live-Übertragungen gibt. Dies verleiht dem Lauf eine intime und familiäre Atmosphäre, die es uns ermöglicht, uns ganz auf das Abenteuer und die Gemeinschaft der anderen Teilnehmer zu konzentrieren.

Es ist ein Abenteuer mit klaren Regeln – und mit viel Eigenverantwortung. Jeder Teilnehmer ist dazu angehalten, sich an die festgelegten Richtlinien zu halten und auf seine eigene Sicherheit sowie die der anderen zu achten. Diese Eigenverantwortung fördert ein Gefühl der Gemeinschaft und des Respekts unter den Teilnehmern, da wir alle aufeinander angewiesen sind, um das Beste aus diesem einzigartigen Erlebnis zu machen. In diesem Sinne ist der Lauf nicht nur eine körperliche Herausforderung, sondern auch eine Gelegenheit, persönliche Grenzen zu überschreiten und in einer unterstützenden Umgebung zu wachsen.

Meine Vorbereitung: Zwischen Höhenmetern, Hitze und mentalem Training

Mein Weg bis zum Start ist intensiv: Ich trainiere mit wöchentlichen Umfängen bis zu 100 Kilometern, ergänzt durch Radeinheiten und lange Läufe unter Extrembedingungen – sei es bei Hitze oder mit vielen Höhenmetern. Jedes Training erfordert nicht nur physische, sondern auch psychische Stärke, da ich meine Grenzen kontinuierlich erweitere.

Vieles, was ich 2021 beim Transalpine Run gelernt habe, rufe ich nun wieder ab – nicht nur körperlich, sondern auch mental. Die Erinnerungen an diese herausfordernde Zeit helfen mir, die geeignete Einstellung zu entwickeln. Ich frage mich oft: Wie gehe ich mit Erschöpfung um? Wie halte ich mich unterwegs motiviert? Diese Fragen sind entscheidend, denn der mentale Aspekt des Laufens ist oft so herausfordernd wie das physische Training selbst.

Darüber hinaus ist die richtige Ausrüstung ein weiterer kritischer Faktor. Welche Ausrüstung brauche ich wirklich? Nach vielen Testläufen habe ich nun eine klare Vorstellung davon, was ich für einen langen Wettkampf benötige. Dieser Prozess des Lernens durch Erfahrung hat mich nicht nur in meiner Vorbereitung gestärkt, sondern auch mein Vertrauen in meine Fähigkeiten gefestigt. Es ist ein ständiger Austausch mit meinem Körper und meinem Geist, und ich lerne, auf die Signale zu hören, die mir beide geben.

Auch hier: Lernen durch Erfahrung. Und Vertrauen in den Prozess. Der Weg zur Ziellinie ist oft steinig, doch jeder Schritt, den ich mache, bringt mich näher zu meinem Ziel und formt mich zu einem besseren Läufer.

Warum das alles?

Weil es möglich ist.
Weil es inspirieren kann.
Weil es zeigt, dass wir Menschen zu mehr fähig sind, als wir oft glauben.

Der Transeuropalauf ist für mich kein Wettbewerb, sondern ein Symbol. Dafür, wie viel in Bewegung kommen kann – wenn wir loslaufen.

Ich werde über die Etappen berichten:
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Vielleicht liest du einen Artikel in der lokalen Presse oder siehst eines Tages sogar eine kleine Dokumentation. Wer weiß. Was ich sicher weiß: Es wird eine Reise, die Spuren hinterlässt.


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